Familienmesse am Christkönigssonntag

Jeden letzten Sonntag im Monat wird die hl. Messe als Familienmesse gestaltet. Das bedeutet, dass die Texte familien- und kindergerecht sind und dass Jugendliche in den Messablauf verstärkt eingebunden sind. Diesmal wurden die Fürbitten von einer Jugendlichen gelesen.

Am 26. November, dem Christkönigssonntag, feierten wir in der Pfarrkirche in Sigleß mit Pfarrmoderator Pater Kuruvila und Diakon Andreas Grieszler eine aktionsreiche, von der Gruppe „Immanuel“ mit rhythmischen Liedern umrahmte, Familienmesse.

Vor dem Volksaltar stand ein „Thron mit Purpurdecke“ und einer goldenen Krone.

Eröffnet wurden die Fürbitten vom Priester: Jesus, wir möchten eine Gemeinschaft sein, in der wir leben so wie Du. Deswegen kommen wir zu dir mit unseren Bitten:

1) Für die Menschen, die heute nicht da sein können, weil sie krank sind.(Zugleich wurde von einem Kind ein Erste Hilfe Kasten zur Mitte getragen und auf den Thron gelegt.)

2) Für die Menschen, die traurig sind, weil sie keine Freunde haben.
(Ein Taschentuch wird auf den Thron gelegt.)

3) Für Menschen, die heute nichts zu essen haben.
(Ein leerer Topf wird auf den Thron gelegt.)

4) Für uns alle, dass wir aufeinander zugehen und miteinander reden und spielen können. (Eine Spielesammlung wird zum Thron getragen.)

Priester: In einigen Augenblicken der Stille wollen wir überlegen, was wir tun können, um anderen Menschen zu helfen, und bitten Jesus um seine Hilfe.

Dann eine besondere Aktion:

Eine Frage an alle Messbesucher:
Wer möchte für einen Tag auf diesem Thron sitzen?

Eine Ministrantin meldet sich, setzt sich auf den Thron und wird gekrönt. Auf die Frage, was sie tun würde, wenn sie Königin wäre, antwortet sie:

„Ich würde den Armen helfen!“

Es melden sich noch mehrere andere Kinder und Jugendliche. Alle beantworten die Frage ähnlich: „Ich würde den Armen helfen!“

Beendet wird die Aktion mit der Aussage: Jesus braucht keinen irdischen Thron, braucht keine Krone. Jesus ist wichtig, dass es allen Menschen gut geht, dass wir uns umeinander kümmern, dass wir einander besuchen und trösten, dass wir uns gegenseitig unterstützen.

Jesus hat uns im Evangelium viele Ideen mitgegeben. Dieses Königreich ist MITTEN unter uns! Jede und jeder von uns ist ein Königskind, denn durch die Salbung bei der Taufe können wir dazu beitragen, dass dieses Königreich von Jesus schon jetzt Wirklichkeit ist.

PGR Sigleß

Martinsfest

In einer wirklich schönen Martinsfeier wurde in unserer Pfarrkirche am Samstag, dem 11. November 2017 unseres Landespatrons, des heiligen Martin, gedacht.

200 Menschen feierten mit und gingen nach der Feier in einer großen Lichter-prozession eine Runde vor der Kirche. Wir hatten sogar den „heiligen Martin“ zu Pferd, der die Lichterprozession anführte.

Anna auf ihrem Pferd Egmont als „hl. Martin“

Im Anschluss daran bereitete der Elternverein der Volksschule Sigleß eine Agape mit warmen Getränken, Broten und Mehlspeisen. Danke.

PGR Sigleß

Pfarrwallfahrt nach Mariazell

Am Samstag, den 30. September 2017, machten sich 41 Pilger unserer Pfarre mit Pater Kuruvila und Pater Jacob auf den Weg nach Mariazell.

Unsere Busreise begann um 7 Uhr. Pater Kuruvila spendete uns den Reisesegen und so konnten wir getrost abfahren.

Nach knapp einer halben Stunde erreichten wir Maria Schutz, das erste Ziel unserer Wallfahrt. Dort feierten wir in der Kirche mit Pater Kuruvila und Pater Jacob ein Morgenlob. Danach besichtigten wir die prächtig ausgestattete Kirche, konnten eine Kerze entzünden und uns mit dem Wasser der Heilquelle hinter dem Altar die Augen benetzen.

Gestärkt durch das Frühstück beim Kirchenwirt setzten wir unsere Reise nach Mariazell fort. Dort angekommen, hatten wir noch ein wenig Zeit, um uns auf die Hl. Messe einzustimmen. Um 11:15 Uhr feierten Pater Kuruvila und Pater Jacob mit uns und einer großen Schar von anderen Wallfahrern vor dem Gnadenaltar die Heilige Messe. Es war ein beeindruckendes Erlebnis.

Nach dem Mittagessen bei den „Drei Hasen“ standen für den Nachmittag mehrere Alternativen zur Auswahl. Die einen fuhren mit der Seilbahn auf die Bürgeralpe, die anderen  lauschten den Darbietungen der wegen der Blasmusikwallfahrt anwesenden Trachtenkapellen. Aber die meisten von uns nahmen an der Führung in der Apotheke „Zur Gnadenmutter“ (seit 1718) teil. Der Vortrag in der Apotheke war sehr interessant und wir hörten viel von Heilpflanzen und deren Anwendung.

Danach beendeten wir unseren Besuch in Mariazell und fuhren zurück nach Katzelsdorf, wo wir beim „Heurigen Böhm“ zu einer guten Jause einkehrten.

Auf den letzten Kilometern vor Sigleß bedankte sich Pater Kuruvila bei allen für den schönen Tag. Mit dem Lied „Leise sinkt der Abend nieder ….“ fand diese wirklich einzigartig schöne Wallfahrt ihren Ausklang.

Wir hoffen, dass diese Wallfahrt bei vielen Teilnehmern nicht nur das Erleben von Gemeinschaft bewirkt hat, sondern  der Besuch des Gnadenortes Mariazell Hoffnung und Begeisterung geweckt und neuen Mut für die persönliche Glaubens- und Lebensorientierung wachgerufen hat.

PGR Sigleß

SeelSorgeRaum – Treffen in der Pfarre Sigleß

Wir hatten lieben Besuch bei uns in Sigleß!

Die Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte unseres Seelsorgeraumes aus den Pfarren St. Nikolaus Pöttsching, Mariä Himmelfahrt Bad Sauerbrunn,  St. Sigismund Krensdorf und Mariä Geburt Neudörfl besuchten uns am Freitag Nachmittag, 15. September 2017. Pater Kuruvila, Pater Jomon und Pater Jacob waren ebenfalls gekommen und sie alle wurden von den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates Sigleß ganz herzlich begrüßt. 

Danach führte uns Sr. Daniela durch den Sakramenteweg und erklärte uns die einzelnen Stationen mit den dazugehörigen Symbolen. Dieser Sakramenteweg wurde im Jahr 2007 vom damaligen Pfarrgemeinderat errichtet, als Erinnerung an das 200-jährige Bestehen der Pfarre Sigleß als eigenständige Pfarre. Mit bescheidenen Mitteln wurde ein ca. 200 Meter langer Rundweg im Pfarrgarten geschaffen. Jede der sieben Stationen ist mit einer Tafel versehen, auf der das Wesentliche des Sakramentes zu lesen ist. Der Sakramenteweg versteht sich auch als Platz zum Ausruhen, zum Nachdenken oder auch einfach um innerlich zur Ruhe zu kommen. Dazu steht neben jedem „Sakrament“ eine kleine Bank.

 

Der wirklich interessante und schöne Rundgang endete in die Kirche. Das ist auch deshalb erwähnenswert, weil der Sakramenteweg direkt zur Kirche hinauf führt. In der Kirche gab es dann noch nähere Informationen betreffend Glasfenster, Heiligenfiguren und der Kirchengeschichte.

Die erste Kirche entstand in Sigleß um 1675. Die noch bescheiden eingerichtete Kirche brannte beim Türkensturm auf Wien 1683 ab und konnte wieder aufgebaut werden. 1733 bekam der Bau einen Steinturm und einen Vorraum. Im Jahr 1913 ermöglichte Weihbischof Ernest Kutrovatz, gebürtig aus Sigleß, einen durchgreifenden Umbau der Kirche zu ihrer heutigen Gestalt. Die Kirche war vorher um einige Meter schmäler und hatte auch keine gewölbte Decke. Nach dem zweiten Vatikanischen Konzil wurde der Innenraum den liturgischen Vorgaben entsprechend gestaltet. Der Hochaltar wurde leider abgebaut, das Altarbild mit Maria blieb erhalten und in den jetzigen Altarraum eingebaut. Im Zuge der Vorbereitung auf die Kanonische Visitation im Jahr 2015 wurde eine Innen- und Außenrenovierung durchgeführt und mit der Segnung am 19. Oktober 2014 abgeschlossen.

In alten Verzeichnissen wird Sigleß als Wallfahrtsstätte geführt, allerdings sind die Wallfahrtsaktivitäten mittlerweile erloschen. Es gibt jedoch in Sigleß mehrere interessante Zeichen eines gelebten Glaubens, die anderswo sehr wohl in Wallfahrtsaktivitäten einbezogen sind, wie zum Beispiel eine alte Marienstatue vom Typus einer Mariazeller Gnadenmutter (Magna Mater Austriae), die in einem vergoldeten Schrein unter Glas an der linken Wand der Pfarrkirche zu sehen ist.

Die Pfarrkirche in Sigleß ist „Allen Heiligen“ geweiht und es sind demnach auch viele Heiligenfiguren und Heiligenfenster zu sehen. Ein Grund mehr die Kirche in Sigleß zu besuchen.

Zum Abschluss des Rundganges im Sakramenteweg und der Besichtigung der Kirche sangen wir gemeinsam ein Marienlied.

Im Pfarrkeller konnten wir uns dann bei einer kleinen Jause und gutem Wein aus Sigleß stärken und anregend unterhalten. Unseren Gästen hat es gefallen, so hoffen wir, uns jedenfalls hat dieser Besuch sehr viel Freude bereitet.

PGR Sigleß

Erntedankfest

Feierliches Dankeschön

Bei strahlend schönem Spätsommerwetter wurde am Sonntag, 10. September, in der Pfarrgemeinde Sigleß Erntedank gefeiert. Das Fest begann beim Pfarrhaus mit der Abholung der aus Getreidegarben und Früchten gestalteten Erntedankkrone, die anschließend von Jugendlichen in einer würdevollen Prozession zur Kirche getragen wurde. 

Beim feierlichen Gottesdienst, den die Kindergartenkinder wieder mitgestalteten, wurden zum Dank für das gute Gedeihen der Feld- und Gartenfrüchte die mitgebrachten Körbe geweiht. 

 

 

Die Kirchengemeinde dankte für die diesjährige Ernte, denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir in unserer Region heute so viel Nahrung auf unseren Tellern haben.

PGR Sigleß

Geschichte der Kirche Sigleß

Bis ins 17. Jahrhundert hatte Sigleß keine Kirche. Kurz vor 1680 wurde eine Kirche mit einem hölzernen Glockenturm errichtet. Im Jahr 1683 brannte sie ab.

Ein einfacher barocker Bau folgte. Im Jahr 1807 wurde Sigleß zur Pfarre erhoben. Die Pfarrkirche wurde verlängert, eine Vorhalle mit Fassadenturm angefügt, die Innenausstattung erweitert. Weihbischof Ernest Kutrovatz, gebürtig aus Sigleß, ermöglichte im Jahr 1913 einen durchgreifenden Umbau der Kirche zu ihrer heutigen Gestalt.

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde der Innenraum den liturgischen Vorgaben entsprechend gestaltet. Im Zuge der Vorbereitung auf die Kanonische Visitation im Jahr 2015 wurde eine Innen- und Außenrenovierung durchgeführt und mit der Segnung am 19. Oktober 2014 abgeschlossen.